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UPDATE |September 2020

Seit der 38. Kalenderwoche tut sich etwas! Über die aktuellen Entwicklungen berichtet in dichter Folge Finnja, die KirchenMaus.

UPDATE | Frühjahr 2020

Nach den letzten Monaten liegt mittlerweile der Bericht des Architekten vor: Insgesamt bescheinigt er der Kirche einen soliden Zustand. Es gibt kaum Risse, vor allem nicht in den Giebeln, sodass keine dringenden Maßnahmen am Mauerwerk unterhalb des Daches notwendig sind.

Die Westseite (Wetterseite) muss jedoch möglichst bald komplett renoviert werden, da (wie schon berichtet) immer mehr Schieferplatten lose sind. Diese können wie geplant wiederverwendet werden, da ihr Zustand noch sehr gut ist.

An beiden Dachhälften und beiden Giebeln soll durch eine Überdeckung des Giebels mit Blei das weitere Eindringen von Wasser verhindert werden. Besonders hinten in der Kirche sieht man auch von innen, dass das Mauerwerk feucht ist, weil zwischen den Schiefern und dem Giebel Wasser eindringt. Vermutlich müssen die Balken der Dachkonstruktion, die auf dem Mauerwerk aufliegen, teilweise geschient oder erneuert werden, da sie durch ständige Feuchtigkeit verrotten. Das ist hinten über den Gesangbüchern auch von innen zu sehen. Ohne eine solche Maßnahme würde recht bald ein schlimmer Schaden eintreten.

Vom Kirchenvorstand diskutiert werden muss der Vorschlag, das Dach mit spezieller, atmungsaktiver Wolle wenigstens etwas zu isolieren, was pro Dachhälfte 10.000 Euro kostet.

Die vom Architekten geschätzten Kosten für eine Dachhälfte belaufen sich (inklusive Isolierung) auf 65.000 Euro. In unserem Auftrag hat er einen Antrag auf Zuschuss bei der Stadt gestellt, auf dessen Bewilligung wir derzeit warten.

Der Bauausschuss und der Kirchenvorstand werden nun in Absprache mit dem Architekten einen Zeitplan erarbeiten und weiter über Fundraising nachdenken. Immerhin: Wenn man das bisher eingegangene Geld und den zugesagten Zuschuss der EKD zusammenzählt, sind auf dem Konto „Kirchendach“ bereits 49.500 Euro.

Dennoch muss die fehlende Summe weiterhin von uns selbst aufgebracht werden. Wir sind um jede finanzielle Zuwendung dankbar! Können Sie sich vorstellen, dabei zu helfen? Bist du dabei, dem Kirchendach weitere Zukunft zu spenden?

Ganz herzlichen Dank allen, die dieses Projekt mittragen und helfen „Nägel mit Köpfen“ zu machen!

UPDATE | Sommer 2019

Schaut man vom Eingang des Lutherhauses auf das Kirchendach, sieht man wenig Schäden. Anders sieht es auf der anderen Seite, der Wetterseite, aus: Es sind wieder Schiefer heruntergerutscht, und es sind etwa 25 Schiefer lose. Ziel ist derzeit, die Sanierung im kommenden Sommer in Angriff zu nehmen, wenn wir bis dahin die erforderlichen Eigenmittel von geschätzten 80.000€ erreichen können, denn jede Notreparatur verbraucht nur unnötig Geld.

Was geschieht zur Zeit?

1. Wir haben drei Architekten (Grade 1 Conservatory) um einen Kostenvoranschlag für eine Untersuchung des Dachs und für die Ausarbeitung verschiedener Optionen einschließlich valider Kostenschätzung gebeten. Optimal wäre eine Dämmung des Dachs, aber wir müssen uns auch danach richten, was finanzierbar ist.

2. Die Verhandlungen mit der EKD über deren Beteiligung an den Kosten haben begonnen. Wir gehen davon aus, dass wie bei anderen Bauprojekten auch 30% der Kosten übernommen werden. Auch mit der Church of Ireland werden Gespräche geführt.

3. Das Fundraising geht weiter: Neben vielen großzügigen Einzelspenden hat es ein Benefizkonzert für das Kirchendach gegeben: „Female Composers“ am 29. Juni mit dem Goethe Choir Dublin (Leitung John Dexter), Solisten und mit Elisabeth Goell (Sopran und Klavier) aus Omagh in Nordirland. Die Gesamtleitung des Konzerts lag in den Händen von Prof. Dr. Werner Blau. Die Kirche war voll, lange blieben die Gäste beim Empfang, und der Ertrag, inklusiver verkaufter CDs von Elisabeth Goell, lag bei über 1600 Euro.

Zur Zeit haben wir einen Spendenstand für die Sanierung des Kirchendachs in Höhe von 28.950,52€ erreicht – etwa 4.000€ mehr als noch vor drei Monaten.

Um den Eigenbetrag für die Sanierung stemmen zu können, ist St. Finian’s weiterhin auf Spenden – kleine und große – angewiesen.

Ein herzliches Dankeschön allen, die sich bisher am Fundraising beteiligt haben!

Der Stand der Dinge

Seit der Erbauung in den 1860er Jahren ist das Dach unserer Kirche St. Finian’s in seinem Originalzustand: Echte Schieferplatten, mit jeweils zwei Nägeln auf Latten genagelt und auf einer Gipsschicht liegend, die den Platten weiteren Halt gibt. Wind und Wetter setzen ihm seitdem zu und in den letzten Jahren ist unübersehbar geworden, dass immer mehr Eisennägel verrostet sind, der Gips seine Haftkraft verloren hat und sich dadurch die Schieferplatten nicht mehr halten können: Diese verrutschen oder rutschen das Dach hinab. Feuchtigkeit dringt ein, der Wind hat manchmal ein leichtes Spiel und so wachsen die Schäden.

Immer wieder haben Dachdecker heruntergerutschte Schiefer eingesetzt. Diese liegen jedoch nicht genauso flach an, wie es ursprünglich gedacht war. Auch hierdurch werden neue Angriffsflächen für Wind sowie sich ansiedelndes Moos und Kleinpflanzen gegeben. Weitere Schiefer werden lose.

Wenn das Kirchendach keine Renovierung erfährt, wird der Schaden beträchtlich werden. Sollten die tragenden Balken durch dauerhaften Wasserschaden morsch werden, müsste die Kirche aus Sicherheitsgründen geschlossen werden, da dann das gesamte Dach einsturzgefährdet wäre.

Um das zu verhindern, muss die Dachdeckung komplett erneuert und das Gebälk überprüft werden. Ziel ist es, die alten Schiefer so weit wie möglich zu erhalten und ggf. eine Isolierschicht gegen Kälte einzubringen.

Warum ein Projekt für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Irland?

Das Kirchengebäude St. Finian’s in Dublin ist 1961 von der Church of Ireland, der Grund und Gebäude rechtlich gehören, der deutschsprachigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Irland für 99 Jahre für einen symbolischen Pachtwert überlassen worden.

Formal ist pro Jahr ein Schilling von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Irland an die Church of Ireland zu zahlen – nach dem heutigen Geldwert ist das weniger als ein Euro im Jahr. Im Gegenzug zu diesem großzügigen symbolischen Pachtwert hat die Evangelisch –Lutherische Kirche in Irland sämtliche Baulasten zur Instandhaltung dieses denkmalgeschützen Gebäudes zu tragen. Die Restlaufzeit dieses Pachtvertragen läuft noch bis 2060 – also noch ein Zeitraum von über vierzig Jahren! Es lohnt sich also, in das Herzstück der Evangelisch-Lutherischen Kirche am Standort Dublin langfristig zu investieren.

Die nächsten Schritte

Eine Inspektion der Lage hat im vergangenen Sommer stattgefunden. Der Gesamtschaden ist mittlerweile grob evaluiert und es wird geschätzt, dass für die Dachsanierung etwa 120.000 Euro notwendig sind.

Vor fünf Jahren hat die Lutherische Kirche in Irland in ein großzügiges und modernes Gemeindehaus investiert. Aus dieser Zeit sind immer noch Darlehen zurückzuzahlen. Daher können die Sanierungsmaßnahmen für das Kirchendach erst beginnen, wenn Eigenkapital in Höhe von 80.000 Euro bereitsteht. Für weitere 40.000 Euro erwarten wir rückzahlungsfreie Zuschüsse; zum Beispiel von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Die Kirche St. Finian’s im Herzen von Dublin ist ein denkmalgeschütztes Gebäude. Daher darf die Dachsanierung das Erscheinungsbild nicht verändern. Durch die relativ einfach gehaltene Dachform – wenngleich es eine große Fläche ist – werden die Arbeiten eine überschaubare Zeit in Anspruch nehmen. Damit die Arbeiten entsprechend ausgeführt werden, wird ein Architekt notwendig sein, sodass die „Denkmalbehörde“ (Heritage Office) der Stadt Dublin die Maßnahmen genehmigt.

So viele Ziegel wie möglich sollen bei der Dacherneuerung erhalten werden. Das spart nicht nur erhebliche Kosten, sondern schätzt die alten und originalen Ziegel wert, die die Kirche so lange gut bedacht haben. Mit neuen Nägeln versehen haben die Ziegel eine stabile Zukunft vor sich.

Ein weiteres Sorgenkind im Inneren der Kirche ist die Heizung: Nicht allein, dass sie über 50 Jahre alt ist! Im Frühjahr 2018 sind etliche der Heizelemente ausgefallen.

Sollten genug Spenden eingehen und der Schaden am Dach nicht unvorhergesehen größer werden, könnte eine zeitgemäße und energieeffiziente Sanierung der Heizung ebenfalls angegangen werden.

Sei dabei und mach es zu deinem Projekt – spende St. Finian’s Zukunft

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Irland braucht Partner, die helfen, dass St. Finian’s in Dublin auch weiterhin gut bedacht ist und eine Heimat für ganz unterschiedliche Menschen bieten kann.

Jede Spende ist wertvoll und spendet Zukunft. 

Mehr Informationen gibt es im Pastorat